Sie haben eine Abmahnung erhalten? Ihnen droht die Kündigung?

Rechtsanwältin und Fachanwältin für Arbeitsrecht Angelika Gotthold-Seethaler aus Dortmund berät umfassend in allen arbeitsrechtlichen Fragen. Schnell und unbürokratisch.

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Kündigung

Mit der sich ständig ändernden Arbeitsmarktsituation haben viele Arbeitnehmer Sorge um den Erhalt ihrer Existenzgrundlage. Daher ist eine Kündigung für viele Arbeitnehmer die denkbar schlechteste Nachricht, da sie meist auch mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden ist. Was viele nicht wissen: Eine große Anzahl von Kündigungen sind fehlerhaft. In diesem Fall wird das Gericht die Kündigung für unwirksam erklären und Sie können unter bestimmten Voraussetzungen in Ihren alten Betrieb zurückkehren – oder eine Abfindung erhalten.

Daher ist es in den meisten Fällen sinnvoll, das Kündigungsschreiben und den Kündigungssachverhalt von einem Rechtsanwalt überprüfen zu lassen. Sie sollten dabei jedoch keine Zeit verlieren – Ihnen bleiben nur drei Wochen, um gegen die Kündigung gerichtlich vorzugehen.

Das Versäumnis der 3-Wochen-Frist hat zur Folge, dass die Kündigung wirksam wirdegal ob sie rechtmäßig ist oder nicht!

Ich berate Sie gerne über Ihre Chancen und Risiken eines arbeitsgerichtlichen Verfahrens und der Möglichkeit der Konfliktbewältigung ohne Zuhilfenahme von Gerichten durch Mediation.

Abfindung

Oft wird Ihnen von Ihrem Arbeitgeber mit der Kündigung oder in einem Aufhebungsvertrag eine Abfindung angeboten. Vorrangiges Ziel des Arbeitgebers ist es, langwierige Gerichtsprozesse zu vermeiden. Dies ist rechtmäßig und gesetzlich geregelt. Alles, was Sie für den Erhalt der Abfindung tun müssen, ist die 3-Wochen-Frist der Kündigungsschutzklage verstreichen zu lassen. Dafür erhalten Sie als Gegenleistung eine Abfindung z. B. in Höhe eines halben Bruttomonatsentgelts pro Beschäftigungsjahr.

Eine Abfindung bedeutet folglich, dass Ihr Arbeitgeber Ihnen Ihren Arbeitsplatz und das Prozessrisiko abkauft. Da sich die Höhe der Abfindung grundsätzlich nach dem bestehenden Prozessrisiko für den Fall einer gerichtlichen Auseinandersetzung richtet, ist die logische Konsequenz daraus, dass – je nach Chancen und Risiko des Prozesses – die Abfindung auch deutlich höher ausfallen kann. Entscheidend ist, welche Erfolgsaussichten Ihre Kündigungsschutzklage hätte.

Akzeptieren Sie keine Abfindung voreilig – Sie verzichten auf einen Prozess, bei dem Sie möglicherweise eine höhere Abfindung herausschlagen könnten!

Und die Abfindung in Geld ist nicht das einzige Zugeständnis, das sie von Ihrem Arbeitgeber bei der Auflösung des Arbeitsvertrages bekommen können.

Abmahnung

Eine Abmahnung ist für den Arbeitnehmer keine Kleinigkeit – sie kann, da sie in der Regel notwendige Voraussetzung einer ordentlichen Kündigung ist, der erste Schritt zur Kündigung sein. Durch die Abmahnung weist der Arbeitgeber den Arbeitnehmer auf ein Fehlverhalten hin und warnt Ihn gleichzeitig vor weiteren Maßnahmen, falls das abgemahnte Verhalten wiederholt auftritt.

Da die Abmahnung in der Personalakte vermerkt wird, liegen die negativen Auswirkungen für Sie als Arbeitnehmer auf der Hand: Sie werden in naher Zukunft sicher mit keiner Beförderung oder Vergünstigung rechnen können und erleichtern es Ihrem Arbeitgeber, Sie unter Umständen in Zukunft zu kündigen. Ist die Abmahnung hingegen nicht berechtigt, haben Sie einen Anspruch auf Rücknahme der Abmahnung.

Die Rücknahme und Entfernung der Abmahnung aus der Personalakte können Sie im Wege einer Klage erreichen!

Manchmal mag es von Nutzen sein, ein offenes klärendes Gespräch mit dem Arbeitgeber, dem Betriebsrat oder der Gewerkschaft zu führen. Wenn die Gespräche jedoch keine Wirkung zeigen, sollten Sie gerichtlichen Rechtsschutz in Anspruch nehmen.

Rechtsanwältin
Angelika Gotthold-Seethaler

Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht